Dienstag, 22. September 2009

Neue Studiobilder

Ich habe von Florian schöne neue Studiobilder erhalten.
Hier der Link zum Fotoalbum
Bilder vom alten Studio im Almhof habe ich jetzt hinzugefügt!

Herzlichst
Thomas Geist
info@radiohorebfreunde.de

Montag, 14. September 2009

Radio Horeb beim Kongress "Freude am Glauben"




Peter Kiesl, Mechthild, Barbara und Marie-Luise

Barbara, Marie-Luise und Peter Kiesl am Infostand

Peter Kiesl, Thomas Geist, Mechthild und Barbara

Am Wochenende nahm ein Aufnahmeteam von Radio Horeb am Kongress "Freude am Glauben" des Forums Deutscher Katholiken in Aschaffenburg teil.
Einen Bericht über das Katholikentreffen gibt es bei kath.net
Der Vortrag von Michael Hesemann "Wir sind Paulus!" jetzt in voller Länge auf kath.net

Samstag, 5. September 2009

Plädoyer für die Ruhe des Atmens

Ich möchte einmal ein Thema angehen, das mir schon länger sehr am Herzen liegt.

Im Mittagsgespräch von Radio Horeb ging es um die Motivation vieler Menschen heute, sich für den Jakobs-Pilgerweg nach Santiago zu interessieren. (Auch wir erleben hier, dass "wildfremde" Menschen sich für die Teilnahme an Fußwallfahrten begeistern…) Der Gesprächsgast brachte es auf die Formel, dass die Menschen Möglichkeiten der "Entschleunigung" suchen, die bei Fußwegen eben unausweichlich inbegriffen ist.

Der Begriff der "Entschleunigung" hat mir schon beim ersten Mal, als ich ihn hörte, sehr gefallen (übrigens bei einer Impuls-Sendung unseres Radios).

Und wenn man es mit einem "Leben mit Gott" ernst meint, dann müsste dieses Vorhaben, aus dem allgemeinen "immer schneller, immer besser, immer höher" etc. auszuscheren, sich auch in vielen Details niederschlagen.

Vielleicht könnten wir diesen Blog einmal dazu nutzen, solche Details zusammenzutragen.


Ich fange einmal mit dem Beten an.

Die schon vielfach von Hörern geäußerte Bitte, beim Rosenkranzgebet ein verträgliches Tempo mit natürlichen Atmenpausen einzuhalten, gehört sicher hierher. Ich höre in diesem Zusammenhang öfter das Argument, das Rosenkranzgebet müsse halt "perlen". Wenn damit gemeint ist, dass der Gebetsfluß ohne Stolpersteine oder künstliche Pausen eben "fließen" soll, um meditatives Beten zu ermöglichen, dann kann man dem zustimmen. Ist es aber nur eine andere Formulierung für "flottes" Gebetstempo ohne "Punkt und Komma", dann dient dieses in der Regel nicht zu wirklich betrachtendem Beten. - Gebet und Betrachtung sind beides Mittel der o.g. "Entschleunigung" und inneren Ruhe.

Dieses Thema geht in unserem Radio natürlich ebenso Hörer (tel. zugeschaltet) wie Moderatoren bzw. Vorbeter an.


Beim alternierenden Beten, wenn also zwei Personen abwechselnd sprechen, fehlt es zuweilen an einem gemeinsamen Sprachrhythmus und -tempo. Das stört eine Atmosphäre der Sammlung und Ruhe, die Voraussetzung für gutes Beten ist.

Ein einfaches Mittel, zu einem gemeinsamen Rhythmus des Betens im ruhigen Atemfluss zu kommen, besteht darin, beim Hören auf den anderen Mitbeter nur eine kurze Zeit mit Bewegungen der Hand -ganz für sich- dessen Betonungsrhythmus beim Sprechen aufzunehmen. Dann kann man diesen auch in das eigene Sprechen und Beten übernehmen. Und für die übrigen Teilnehmenden stellt sich sogleich eine Atmosphäre der Übereinstimmung ein, die wiederum der genannten Sammlung und inneren Ruhe hilft.


Einen letzten Punkt möchte ich noch ansprechen, um dann aber auch anderen Schreibern noch etwas zu überlassen :-)

In der "modernen" Schnitt-Technik der Studios im Rundfunk ist es üblich geworden, das Aneinander-reihen von Teilen einer Sendung (z.B. Sprache - Musik) möglichst eng aufeinander folgen zu lassen. Nach dem Motto: "Bleiben Sie dran" (zappen Sie nicht weiter!) "wir bieten Ihnen sofort etwas Neues"! …

Schon diese Grundmotivation steht dem anfangs genannten Entschleunigen diametral entgegen. In der Praxis ist sie sogar "anti-menschlich", denn zu unserem humanen Wesen gehört das Ein- und Ausatmen. Wir brauchen Pausen zum Denken und "schalten" und möchten etwas ausklingen lassen, ehe wir etwas Neues beginnen. Das gilt gerade auch für das hörende Aufnehmen!

Vielleicht denken unsere hochverdienten Mitarbeiter (ob haupt- oder ehrenamtlich) einmal darüber nach, ob man hier nicht dem Zeitgeist widerstehen sollte: eventuell brauchen wir in diesem Punkt dann gar nicht mehr weiter ins Detail zu gehen …


So - und nun "nichts für ungut!" sowie der Wunsch für einen guten, fairen Gedankenaustausch.


Sehr freundlich grüßt Sie


Simon Dach