Montag, 30. August 2010

Der neue Selige Kardinal J.H. Newman


Am 19. September 2010 wird Papst Benedikt XVI. in Birmingham die Seligsprechung von Cardinal John Henry Newman (1801 – 1890) vornehmen.
Er gehört zu den bedeutendsten Theologen der Neuzeit. Seine Bedeutung für die Kirche und wohl auch gerade unsere Zeit wird mehr und mehr gesehen. Vor allem aber hat Newman "mit seinem Leben und durch seine Schriften gezeigt, dass nicht die Kirche uns den Glauben aufdrängt, dass vielmehr der Glaube uns drängt, die Kirche als das Werk Christi anzunehmen und ihr in der Wahrheit zu begegnen." (Pfr. Chr. Haider, Programmdirektor RM Südtirol)

In Kürze zu seiner Persönlichkeit:
Schon als Fünfzehnjähriger erkennt er die Verbundenheit seiner eigenen Existenz mit dem Dasein Gottes und sucht von da an konsequent der Weg zu Heiligkeit Als Fellow von Oriel College und Pfarrer von St. Mary the Virgin verfasst er Predigten, die ihn als Meister der christlichen Spiritualität ausweisen. Sein Studium der Kirchenväter motiviert ihn zur Reform seiner Anglikanischen Kirche (Oxford Bewegung, 1833) und zur Konversion zur römisch-katholischen Kirche (1845). Als Oratorianerpater in Birmingham folgt er dem Ruf, eine katholische Universität in Dublin zu gründen, für die er eine eigene Bildungstheorie entwirft. Sein Engagement für die Bedeutsamkeit der Laien in der Kirche fand kein Verständnis. 1864 verteidigte er seinen Leben als einen Weg aus konsequenter Gewissenstreue unter Gottes Vorsehung in aller Öffentlichkeit (Apologia pro Vita sua). 1870 nannte er seine Erkenntnisse über eine gewissensbezogene Lebenslogik des religiösen Aktes Essay einer Zustimmungsgrammatik. Papst Leo XIII. ernannte ihn 1879 zum Kardinal. Papst Johannes Paul II. bezeichnete ihn 1991 als Vorstufe zur Seligsprechung zum „Ehrwürdigen Diener Gottes“. (Günter Biemer)
Das Ereignis der Seligsprechung ist Anlass für unsere katholischen Radios, sich mit diesem neuen Seligen der Kirche näher auseinanderzusetzen. Hier die betr. Sendungen.
Radio Horeb:
So, 12.9.10, 20:00 Standpunkt:
Die Wahrheit wagen: Wie Kardinal John H. Newman katholisch wurde.
Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz

So, 19.9.10, 14:00 Spiritualität:
Von Licht zu Licht. Zum Glaubensweg des Seligen John Henry Newman.
P. Hermann Geißler FSO
Di, 28.9.10, 14:00 Spiritualität:
Seliger John Henry Newman – Leben und Zeugnis.
P. Gregor Lenzen CP
Radio Maria Österreich:
So, 05.9.10, 16:30 Loretto on Air: "Kardinal John Henry Newman - ein Vordenker für unsere Zeit", mit Mag. Kurt Preissinger
Di, 14.9.10, 13:00 Bei uns zu Gast: "John Henry Kardinal Newman - der Kirchenlehrer der Neuzeit", Ferdinand Reitmaier im Gespräch mit Prof. Roman Siebenrock (Newman-Gesellschaft)
Fr, 17.9.10, 09:00 Glaubensforum: "Von Licht zu Licht, der Glaubensweg des Seligen John Henry Newman", mit P. Dr. Hermann Geißler FSO
Mi, 22.9.10, 16:30 Katechismus: "Der Weg zum Glauben am Beispiel von John H. Newman", mit Prof. Josef Kreiml
Mo, 27.9.10, 09:00 Glaubensforum: "Newman, Lehrmeister des Gebetes", Sr. Irene Felder FSO, Rom

Sonntag, 29. August 2010

Radio Horeb bei "Freude am Glauben" in Fulda

Auch in diesem Jahr war Radio Horeb mit einem Aufnahmeteam und Infostand beim Kongress "Freude am Glauben" in Fulda.

Alle Vorträge und Podiumsdiskussionen wurden aufgezeichnet und werden in den nächsten Monaten bei Radio Horeb zu hören sein.

Donnerstag, 26. August 2010

"Gott ist unsere Zuflucht und unsere Stärke"

Flutkatastrophe Pakistan: Bischof Andrew Francis meldete sich am Mittwoch zum zweiten Mal über Handy und gab Radio Horeb ein Interview.
Bischof Dr. Andrew Francis
Es ist die größte Überschwemmung aller Zeiten, so die UN in einem aktuellen Bericht über die Flutkatastrophe in Pakistan und doch gibt es Zeichen der Hoffnung: "Die Unterstützung, die wir durch die Zuhörer von Radio Horeb erfahren, ist ein großartiges Zeugnis der christlichen Nächstenliebe in einer Zeit der Tragödie und des Schmerzes." Mit diesen Worten bedankt sich Bischof Dr. Andrew Francis ausdrücklich bei den Hörern von Radio Horeb. Im zweiten Interview innerhalb eines Monats spricht er außerdem über die aktuelle Situation im südlichen Punjab, über weiterhin dringend benötigte Hilfe und über konkrete Hilfsmaßnahmen, die durch die Spenden der Hörer von Radio Horeb bereits durchgeführt werden konnten.


Freitag, 20. August 2010

Pakistan ertrinkt in Flut und Chaos

Die Freunde von Radio Horeb fühlen sich in besonderer Weise mit Bischof Andrew Francis verbunden, der die dramatische Lage in seiner Diözese schon mehrmals geschildert hat.
Auch die Projektleiterin Regina Lynch des Hilfswerkes "Kirche in Not" steht im Dialog mit Bischof Andrew Francis von Multan, Bischof Max Rodrigues von Hyderabad sowie dem Präsidenten der pakistanischen Caritas, Bischof Joseph Coutts von Faisalabad.
Wörtlich sagte Lynch: "Die Bischöfe waten immer noch durch das Wasser, um sich ein Bild von der Situation zu machen." "Kirche in Not" werde sofort handeln, sobald die Bestandsaufnahme beendet sei und man um Hilfe gebeten werde.
In Faisalabad und Multan seien viele Familien obdachlos geworden, nachdem starker Regen die Dächer zerstört habe. Während die Muslime Pakistans sich an die UNO wenden, sähe die christliche Minderheit des Landes vor allem die Kirche als erste Anlaufstation, berichtete Lynch.
Auch nach der Flut werde noch viel Wiederaufbauarbeit geleistet werden müssen. Ganze Dörfer seien im Norden Pakistans von der Flut mitgerissen worden. Die so zerstörten kirchlichen Gebäude müssten nach Rückgang des Wassers rasch wieder aufgebaut werden, damit die Menschen wieder Versammlungs- und Rückzugsorte bekämen. Nur so könne die geistliche Grundlage für den Wiederaufbau gelegt werden, betonte Lynch.
"Kirche in Not" bittet um Spenden für die Flüchtlinge in Quetta und andere Opfer der Flut in Pakistan.
Online unter:
https://www.kirche-in-not.de/spenden-online.html

Pakistanischer Bischof: Christen und Muslime helfen gemeinsam

Erst im Juni dieses Jahres hielt Bischof Francis bei den Einkehrtagen von Radio Horeb drei hörenswerte Vorträge, die sie auf folgender Seite herunterladen können:
http://www.horeb.org/xyz/podcast/s_exerzitien/s_exerzitien.xml

Kirchweih auf dem Wendelstein

Im Nachrichtenmagazin "Streiflicht" berichtete heute Mittag Radio Horeb über das 120-jährige Kirchweihjubiläum von Deutschlands höchstgelegener Kirche auf dem Wendelstein.
Am 20. August 1890 wurde das Wendelsteinkirchlein feierlich geweiht. Das Jubiläum findet nun am Sonntag, 22. August, um 11 Uhr mit einem von Weihbischof Franz Dietl geleiteten Festgottesdienst statt.
Die Bezeichnung »höchst gelegene Kirche Deutschlands« trägt das Gotteshaus unangefochten - alle höher gelegenen Bethäuser (wie beispielsweise die 1981 geweihte Zugspitz-Kapelle) sind im kirchenrechtlichen Sinne keine Kirchen, sondern nur Kapellen. Auf dem Wendelstein finden im Sommer regelmäßig Messen und Trauungen statt.

Montag, 16. August 2010

Hilfe für die Diözese Multan/Pakistan

Angesichts der immer dramatischer werdenden Situation in Pakistan erinnern wir nochmals an den Hilferuf des Bischofs von Multan / Panjab, Dr. Andrew Francis, über Radio Horeb.
Wenn Sie die Opfer der Flutkatastrophe finanziell unterstützen wollen, verwenden Sie bitte die folgende Bankverbindung:

Friedenszeichen e.V. - Diözese Multan
Volksbank Ettlingen - BLZ: 660 912 00
Kontonummer: 60702039

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Friedenszeichen e.V.
Postfach 1130
76328 Bad Herrenalb

Tel.: +49-7083-526 217 | +49-7083-933 611
Fax: +49-7083-526 218

"Kirche in Not" bittet um Spenden für die Flüchtlinge in Quetta und
andere Opfer der Flut in Pakistan.
Spenden online bei "Kirche in Not"

Donnerstag, 12. August 2010

Das Hochfest der "Aufnahme Mariens in den Himmel"


In diesem Jahr an einem Sonntag, am 15. August, feiert die Kirche das Hochfest der "Aufnahme Mariens in den Himmel". volkstümlich meist "Mariä Himmelfahrt" genannt. Die erst 1950 zum Dogma erklärte Glaubensüberzeugung, dass der in den Himmel erhöhte Herr seine Mutter nach ihrem leiblichen Tod mit Leib und Seele zu sich genommen hat, wo sie als Königin des Himmels die Macht ihrer Fürsprache für das Menschengeschlecht einsetzt, ist es in einem Jahr wie diesem besonders wert, immer neu bedacht und auch den Gläubigen in den Predigten ausgelegt zu werden.


In unseren christlichen Radios finden sich nach den Informationen der Programmhefte nur wenige thematisch darauf zugespitzte Sendungen: Radio Horeb, 15.8., 14:00h Spiritualität - Radio Maria Südtirol, 15.8., 19:00h Musikmagazin (Simon Dach). - Radio Gloria: 15.8., 20:00h Maria mit Leib und Seele im Himmel (Pfr. Matthias Rey).
Dennoch begegnet(e) man in den Ausführungen der Referenten in diesen Tagen immer wieder einer Bezugnahme auf den Inhalt dieses Hochfestes. Die folgenden Gedanken sollen hierzu noch eine Ergänzung bieten:

Dreimal im Jahr feiert die katholische Kirche ein Fest, dessen Inhalt sich unmittelbar auf den Himmel bezieht. Christi Himmelfahrt im Frühjahr, die Aufnahme Marias in den Himmel jetzt im Hochsommer und Allerheiligen im Herbst. Immer liegt der Bezugspunkt jenseits dieser Welt im ewigen Leben bei Gott. Hinter der Anordnung der über das Jahr verstreuten Festtage verbirgt sich eine Lehre für uns: Denk in regelmäßigen Abständen daran, du bist nicht hier zuhause! Auch wenn du eine so genannte Heimat hast, vielleicht ein eigenes Haus gebaut hast oder eine schöne Wohnung besitzt. Bedenke: „Unsere Heimat ist im Himmel."

… Das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel versucht uns den Gedanken an den Tod etwas leichter zu machen. Es wird erzählt, Maria, die Gottesmutter, ist eines Tages sanft entschlafen und die Jünger waren traurig. Da unmittelbar beim Tod nicht alle Apostel anwesend sein konnten, öffnete man, sobald alle versammelt waren, noch einmal das Grab. Da war der Leib der Gottesmutter nicht mehr da. Er war von Gott verwandelt in den Himmel aufgenommen worden. Im Grab fand man stattdessen wohlriechende Blumen. Da schöpften die Apostel mitten in ihrer Trauer Hoffnung und freuten sich über die Entrückung der Gottesmutter. Maria schenkt auch uns solche „Blumen" der Hoffnung.

Wenn wir uns mit der Gottesmutter auf den Weg machen, haben wir eine echte Lebens- und Sterbebegleiterin. In unseren Radios beten wir unter anderem deshalb täglich den Rosenkranz. In jedem „Ave Maria" bitten wir um die Nähe der Gottesmutter „jetzt und in der Stunde unseres Todes". Auf diese beiden Augenblicke kommt es im Leben an; dass wir hier, jetzt und heute so leben, dass wir auch in der Stunde unseres Todes nicht am Ziel vorbei laufen.

(aus: Editorial Monatsprogramm, Pfr. Chr. Haider, Programmdirektor RM Südtirol)

Dienstag, 10. August 2010

Kloster Marienthal vom Hochwasser schwer getroffen


Radio Vatikan berichtet heute über das Kloster Sankt Marienthal an der Neiße in der Nähe von Görlitz:
Trotz aller getroffenen Schutzmaßnahmen wurde das gesamte Klosterareal vom größten Hochwasser seiner Geschichte getroffen. Das Wasser sei bis zu zwei Meter hoch in den Räumen gestanden und habe in allen Räumen sowie in der Kirche einen 30 Zentimeter hohen Schlammteppich zurückgelassen. Die 15 Nonnen, die im Kloster leben und noch ohne Strom und Telefon-Festnetz auskommen müssten, seien sehr niedergeschlagen. Die Schäden im gesamten Klosterareal gingen in die Millionen. Sankt Marienthal in Sachsen ist die älteste ununterbrochen bestehende Zisterzienserinnenabtei Deutschlands und wurde 1234 gegründet.

Samstag, 7. August 2010

Pakistan ruft um Hilfe

Von der Flut in Pakistan sind Millionen Menschen betroffen. Nach dem Nordwesten des Landes erreichten die Überschwemmungen inzwischen auch die weiter südlich gelegenen bevölkerungsreichen Provinzen Punjab und Sindh.
Direkt betroffen ist auch die Diözese Multan von Bischof  Dr. Andrew Francis, der im vergangenen Jahr das neue Medienhaus von Radio Horeb einweihte.
Allein im südlichen Punjab sind mehr als 1,5 Millionen Menschen und mehr als 11.000 Dörfer von der Flutkatastrophe betroffen. Es gibt keine Elektrizität, kein sauberes Wasser, von Telefon und Internet ganz zu schweigen! Das Mobiltelefon ist die einzige Verbindung zur Außenwelt. Auf diesem Weg konnten wir Bischof Dr. Andrew Francis auch erreichen. Im Interview mit Radio Horeb spricht er über die dramatischen Zustände im südlichen Punjab und bittet um dringend benötigte Hilfe!
In dieser Notsituation stellt die katholische Kirche im Punjab eine wichtige Hilfe dar, unterstreicht Bischof Andrew Francis: „Unsere jungen freiwilligen Helfer, als auch die Leute der Caritas, sind permanent im Einsatz, um den notleidenden Menschen zu helfen. In allen sieben Distrikten unserer Diözese sorgen wir für medizinische Hilfe. Was wir dringend benötigen, sind Nahrungsmittel, Unterkünfte und Medikamente.“
Besonders die Not der Frauen, Kinder und alten Menschen bedrückt den Bischof sehr:„Ich kann unter einem Dach schlafen, aber Tausende können das nicht. Eine große Gefahr neben dem ganzen Leid stellen auch agressive Schlangen dar, die die Menschen beißen. An vielen Orten haben wir unsere Kirchen und unsere Schulgebäude zur Verfügung gestellt, um die Leute zu evakuieren. Wir kümmern uns um jeden, wir unterscheiden nicht zwischen Katholiken, Muslimen oder Sikkhs.“


Beitrag von Radio Vatikan

Sonntag, 1. August 2010

Schweizerkreuz - Kreuz Christi: Beweis der Liebe Gottes zu uns

Zum Bundesfeiertag der Schweiz am heutigen 1. August schreibt Vikar Martin Rohrer, der Programmleiter von Radio Gloria:

Liebe Mitchristen
Am 1. August feiert die Schweiz ihren Nationalfeiertag. Tausende von Fahnen mit dem Schweizerkreuz schmücken an diesem Tag unsere Dörfer und Städte. Das Schweizerkreuz verbindet uns mit dem Kreuz von Christus. Dort am Kreuz hat er uns gezeigt, was wahre Liebe be­deutet: Hingabe des Lebens. Wenn wir in der Schweiz als ein geeintes Volk be­stehen bleiben wollen, dann müssen wir vom gekreuzigten Christus die Liebe lernen: Auch ich darf mich in der Liebe hingeben an Gott und an die Mitmen­schen. Mein Denken und Arbeiten kann ein Beitrag sein zum Wohle aller. Ich soll mitverantwortlich sein für meine Mitmenschen. Wie gerne schieben wir diese Verantwortung ab. Wie oft sagen wir, dass es nicht mein Problem ist, was mit anderen passiert.
Das Kreuz im Schweizerwappen erin­nert uns daran, dass wir die Nächstenlie­be nicht ohne die Gottesliebe leben kön­nen. Um so mehr wir Gott aus unserem Leben, aus unseren Schulen, Familien und Häusern hinauswerfen, um so mehr distanzieren wir uns von den Menschen, die Gott uns an die Seite gestellt hat.
Schöne Schweizerfahnen machen noch kein gutes Volk. Es braucht meine per­sönliche Entscheidung, Gott in meinem Leben einen Platz zu geben, denn nur so bekommt auch der Mitmensch einen Platz in meinem Leben.
Wollen wir an diesem 1. August Gott dan­ken für unser Vaterland und ihn bitten, dass er das Schweizervolk im Frieden und in der Einheit bewahren möge.

Heiliger Bruder Klaus, bitte für uns.

Friedrich Schillers Rütlischwur im Drama Wilhelm Tell :
Wir wollen sein ein einzig Volk von Brü­dern, in keiner Not uns trennen und Gefahr. Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft le­ben. Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen. (2. Aufzug, am Schluss der 2. Szene)

Ihnen allen Gottes reichen Segen
Vikar Martin Rohrer