Freitag, 30. September 2011

Der Papst war auch in Etzelsbach


Eine der Stationen des Papstbesuchs in unserem, seinem Land war eine in Feld und Flur alleinstehende Kapelle mit ein paar Linden darum herum. Das Etzelsbacher Gnadenbild, eine Pietá (in Süddeutschland sagt man auch Vesperbild) war das Ziel des Pilgerbesuchs unseres Hl. Vaters und von gut 90.000 Pilgern aus dem Eichsfeld, aus Thüringen und aus dem ganzen Bundesgebiet. Über den jahrhundertealten Wallfahrtsort Etzelsbach sprach im Vorfeld der Papstvisite niemand; der Programmpunkt seines Besuchs galt als Randereignis, als "frommer Lückenfüller" fast. Als wir davon sprachen, in Etzelsbach dem Papst begegnen zu wollen, war in aller Regel schulterzuckende Unwissenheit die Reaktion: "Etzelsbach…??"
Auch in der Programmvorschau von Radio Horeb kam die Marienvesper mit dem Papst kaum vor - und beim Podcast-Angebot findet sich die dortige wunderbare Ansprache des Hl. Vaters ebenfalls nicht. (Aber hier kann sie heruntergeladen werden: https://files.me.com/simondach/ku2s7f.mp3
)
Da ich selbst unter den vielen zig-Tausend Pilgern war, die wie bei einer Sternwallfahrt durch Felder und Wiesen erst mehrere Stunden dem Ziel zustrebten und dann auf dem großen Feld vor der Gnadenkapelle weitere Stunden das Zusammentreffen mit dem Hl. Vaters erwarteten, möchte ich hier etwas von den empfangenen Eindrücken wiedergeben. Weshalb das auf dieser Seite? Weil wir u.a. die Zeit genutzt haben, den Menschen auf dem Pilgerfeld etwas über Radio Horeb zu erzählen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. …

Das Eichsfeld bildet seit der Gegenreformation Anfang des 17. Jhdts. eine katholische Enklave im protestantischen Thüringen. Es pflegt seitdem sein eigenes katholisches Brauchtum, auch das Bewusstsein der Bevölkerung ist bis heute tief katholisch geprägt. Deshalb gibt es im Eichsfeld auch eine sehr lebendige Pilgertradition, die gerade in den Jahren der braunen und roten Diktatur den Menschen geholfen hat, ihren Glauben durch diese schwierigen Zeiten durchzutragen. Bei der Begegnung mit dem Papst wurde dies sichtbar: ganze Gemeinden zogen mit ihrem Pfarrer, mit Messdienern, Kreuz und Fahnen die Pilgerwege entlang - man konnte spüren, dass dies ihrer Tradition entsprach. Beim Gespräch mit den Menschen wurde deutlich, dass auch viele Protestanten gekommen waren, den Papst zu sehen. Dessen Kommen ins Eichsfeld empfanden sie als eine besondere Ehre und freuten sich wie ihre katholischen Landsleute über die Würdigung der christlichen Treue zum Glauben durch den Papst.
In einem Kommentar las ich dazu: "Das Eichsfeld und seine Standhaftigkeit im katholischen Glauben ist der beste Kommentar zu dem, was der Papst am Ende seiner Reise in Freiburg von allen Katholiken forderte: «glühende Heilige zu sein, in deren Augen und Herzen die Liebe Christi strahlt und die so der Welt Licht bringt.»

Und vielleicht könnte man das Schlüsselwort seiner "Freiburger Rede" zu all dem in Beziehung setzen: wir Christen sind wohl heute einer neuen Diktatur der »Verweltlichung« ausgesetzt. Wer sich ihr widersetzt, wird alsbald argumentativ und dann auch in concreto ausgegrenzt. Da bedarf es der Unterstützung durch andere Gleichgesinnte. Dies könnte auch zu einem besonderen "Charisma" von Radio Horeb werden: solcher Ausgrenzung in der Öffentlichkeit unserer Gesellschaft die Beheimatung unter Glaubensbrüdern und -schwestern gleicher Überzeugungen entgegenzusetzen, welchei Bestärkung im Glauben schenkt. Das wäre eine bleibende Frucht des Petrusdienstes durch diesen Pastoralbesuch: "die Brüder im Glauben stärken" geschieht nicht nur durch den Papst selbst, sondern kann allen geschenkt werden, die in der Einheit mit dem Nachfolger des Apostels zusammenstehen.

Donnerstag, 29. September 2011

Sonntag, 25. September 2011

Benedikt XVI. in Freiburg

"Angesichts alles Schrecklichen, was in der Welt geschieht, gibt es heute Theologen, die sagen, Gott könne gar nicht allmächtig sein. Demgegenüber bekennen wir uns zu Gott, dem Allmächtigen, dem Schöpfer des Himmels und der Erde. Und wir sind froh und dankbar, daß er allmächtig ist. Aber wir müssen zugleich uns bewußt werden, daß er seine Macht anders ausübt, als wir Menschen es zu tun pflegen. Er hat seiner Macht selbst eine Grenze gesetzt, indem er die Freiheit seiner Geschöpfe anerkennt. Wir sind froh und dankbar für die Gabe der Freiheit. Aber wenn wir das Furchtbare sehen, das durch sie geschieht, dann erschrecken wir doch. Trauen wir Gott, dessen Macht sich vor allem im Erbarmen und Verzeihen zeigt. Und seien wir sicher, liebe Gläubige: Gott sehnt sich nach dem Heil seines Volkes. Er sehnt sich nach unserem, nach meinem Heil, dem Heil eines jeden. Immer, und vor allem in Zeiten der Not und des Umbruchs, ist er uns nahe, und schlägt sein Herz für uns, wendet er sich uns zu. Damit die Macht seines Erbarmens unsere Herzen anrühren kann, bedarf es der Offenheit für ihn, bedarf es der freien Bereitschaft, vom Bösen abzulassen, aus der Gleichgültigkeit aufzustehen und seinem Wort Raum zu geben. Gott achtet unsere Freiheit. Er zwingt uns nicht. Er wartet auf unser Ja und bettelt gleichsam darum."
( aus der Predigt in Freiburg )





Die bemerkenswerte Rede des Heiligen Vaters während der Begegnung mit engagierten Katholiken aus Kirche und Gesellschaft im Konzerthaus in Freiburg im Wortlaut bei kath.net





Alle Texte und Videos der Apostolischen Reise nach Deutschland

Donnerstag, 22. September 2011

Gut, dass Sie da sind, Heiliger Vater!


Zehn Gründe, warum der Deutschland-Besuch von Papst Benedikt XVI. so wichtig ist:
1. weil es ohne Gott keine menschenwürdige Zukunft gibt und niemand das so deutlich sagt wie Sie!
2. weil Deutschland Missionsland ist und wir mutige Zeugen der frohen Botschaft brauchen, die sich nicht dem Zeitgeist beugen!
3. weil Europa mehr ist als ein Wirtschaftsraum und eine gemeinsame Währung kein gemeinsames Wertefundament ersetzt!
4. weil Religion keine Privatsache ist und der Glaube in die Öffentlichkeit gehört!
5. weil sich die "Diktatur des Relativismus" machtvoll ausbreitet und diese Gefahr von vielen noch nicht erkannt wird!
6. weil Lebensrecht und Menschenwürde von einer "Kultur des Todes" bedroht sind!
7. weil wir in der Kirche in Deutschland zu viele Nabelschauer und Selbstbespiegler haben: Zeit, auf Christus zu schauen!
8. weil viele Menschen oft vergeblich Antworten auf Fragen nach Liebe, Lebenssinn und Glück suchen!
9. weil Glaube und Vernunft untrennbar zusammengehören und man das gar nicht oft  genug betonen kann!
10. weil wir eine Pause vom medialen Dauerrauschen brauchen: Brot des Evangeliums statt Steine, die in Talkshows fliegen!
aus: "Die Tagespost" vom 22.9.2011

Montag, 12. September 2011

"Freude am Glauben"

Auch beim diesjährigen Kongress "Freude am Glauben" vom "Forum Deutscher Katholiken" sorgten Techniker von Radio Horeb in Karlsruhe für die Live-Übertragungen und Aufzeichnungen der Gottesdienste und der zahlreichen Vorträge.


Wer nicht direkt dabei sein konnte, findet nun unter "Podcast -  Events" einige Vorträge und Predigten zum Nachhören, unter anderem:

- Predigt von Erzbischof Robert Zollitsch aus dem Pontifikalamt zur Eröffnung
- Impuls: "Werde Apostel der Neuevangelisierung" von Pater Karl Wallner, Stift Heiligenkreuz
- Podiumsdiskussion zum Thema "Das Leben - ein unverfügbares Geschenk"
- Predigt von Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Rom

http://www.horeb.org/xyz/podcast/s_event/s_event.xml

Donnerstag, 8. September 2011

"DAB LV STRONG"



"DAB LV STRONG" = Sendesignal von DAB+ stark!



Seit einiger Zeit pflegen die Radio-Horeb-Freunde ein Blog zum Thema: RADIO HOREB DIGITAL. Vielleicht haben Sie es noch gar nicht entdeckt? (www.radiohorebtechnik.blogspot.com)
Die Fragen der Hörer/-innen-Anrufe zum Thema in der monatlichen Sendung "Tipps zum Empfang" zeigen das rege Interesse an allen Fragen, die im Zusammenhang mit der Nutzbarkeit der neuen digitalen Radiotechnik auftauchen.
Auf den Blogseiten finden Sie auch Erfahrungsberichte – z.B. über den "Mehrwert" von Empfangsgeräten, die unseren Sender auch außerhalb des UKW-Empfangsgebiets im Großraum München im Auto empfangbar machen.
Nicht überall ist die Sendestärke des digitalen Signals von DAB+ schon gleich ebenso "strong", wie z.B. wiederum im Großraum München. Da heißt es bis 2013 noch testen, wo es guten Empfang gibt.
In der erwähnten Sendung war zuletzt zu hören, dass die Einstellhelfer von Radio Horeb mit Radiogeräten ausgestattet werden, um solche Tests für ihre "Kunden" durchführen zu können.
Damit es keine Enttäuschungen gibt, sollte man in Randgebieten der derzeitigen DAB-Ausstrahlungsgebiete erst testen (lassen), ehe man sich ein DAB+-Radio (natürlich mit dem blau-weißen "RH-Einschaltknopf") beschafft.
Aber ein Autoradio macht in den meisten Fällen bereits Sinn, wenn man viel unterwegs ist und nicht darauf verzichten will, „seinen“ Sender möglichst oft empfangen zu können …

Bleiben Sie am "Puls" der künftigen Entwicklung und weisen Sie möglichst viele ähnlich Denkende darauf hin!