Mittwoch, 20. November 2013

Stundenbuch jetzt online

Vom Deutschen Liturgischen Institut und vom Katholischen Pressebund gibt es eine App mit dem deutschsprachigen (kleinen) Stundenbuch – für iOS und für Android.

Bislang war das Beten des Stundenbuchs ohne eine Anleitung und einiges Üben kaum möglich, weil man die Texte nach bestimmten Regeln in den Büchern zusammensuchen musste. Die App macht das Beten jetzt ganz einfach: alle Texte für den Tag werden einschließlich Wiederholungen zusammengestellt. Man kann ohne Vorwissen in den uralten Gebetsschatz der Kirche einstimmen.
Alle Texte werden für zehn Tage im Voraus geladen, so dass man die App danach auch ohne Internetverbindung nutzen kann ( z.B. auf Reisen ).
Die Online-Version des Stundenbuchs steht jetzt auch zur Verfügung.

Montag, 28. Oktober 2013

Kluge Entscheidung von Franziskus - Wochenkommentar

Der Wochenkommentar von Martin Lohmann auf Radio Horeb,
hier zum Nachlesen bei kath.net:
In der Affäre Limburg folgte Papst Franziskus nicht der medialen Entrüstung, sondern öffnet Räume für eine Klärung der Vorwürfe.

„Der Papst hat mit seiner klugen und weisen Entscheidung Druck aus dem viel zu heiß gewordenen Kessel genommen, und nun geben manche Protagonisten das Bild eines von heißer Luft befreiten zusammengefallenen Ballons ab. Aber jetzt geht es um die richtige Aufarbeitung aller Fehler und die scheuklappenfreie Aufklärung aller Hintergründe, die nicht nur Geldfragen sind. Auch dafür hat Papst Franziskus den Weg freigemacht. Es geht aber nicht nur um die Kirche, sondern auch um eine kritische Reinigung in den Medien.“

Und hier der Link zu Radio Horeb zum Nachhören.

Freitag, 11. Oktober 2013

Pfarrer Richard Kocher zum Weltmissionssonntag


Im aktuellen Programmblatt schreibt der Programmdirektor von Radio Horeb zum Thema Neuevangelisierung
Im Weltmissionsmonat Oktober ist es mir ein Anliegen, auf die schon von Papst Johannes Paul II. so sehr gewünschte Neuevangelisierung hinzuweisen. In vielen lehramtlichen Dokumenten wird die Lage des Glaubens treffend beschrieben. So heißt es in dem Apostolischen Schreiben „Christifideles laici“ schon im Jahr 1988, dass ganze Länder und Nationen, „in denen früher Religion und christliches Leben blühten“, harte Proben zu bestehen hätten „durch fortschreitende Gleichgültigkeit, durch Säkularismus und Atheismus… Es geht dabei vor allem um die Länder und Nationen der sogenannten Ersten Welt, in denen Wohlstand und der Konsumismus dazu veranlassen, so zu leben, als gäbe es Gott nicht.
Die religiöse Gleichgültigkeit und die fast inexistente religiöse Praxis sind nicht weniger Besorgnis erregend als der ausdrückliche Atheismus … Nur eine neue Evangelisierung kann die Vertiefung eines reinen und festen Glaubens leisten … Es ist mit Sicherheit notwendig, überall die christliche Substanz der Kirche zu erneuern.“ In dem gemeinsamen Hirtenbrief „Der missionarische Auftrag der Kirche“ schrieben die deutschen Bischöfe im Jahr 2004, dass Deutschland Missionsland geworden sei; dies sei „inzwischen bittere Realität“. „Wir sind dabei, unser kostbarstes Erbe zu verschleudern: Gott zu kennen, wie Jesus Christus ihn uns bekannt gemacht hat … Der Betrieb läuft, aber ohne Ausstrahlung! Die schleichende Säkularisierung von innen, die unbemerkt mit rastloser Arbeit einhergehen kann, geht an die Substanz und ist viel gefährlicher für den Glauben als der Verlust gesellschaftlicher Positionen … Also haben wir nicht nur zu evangelisieren, wir selbst sind gerufen, uns evangelisieren zu lassen. Missionarische Seelsorge bedeutet nicht, dass der Betrieb auf Hochtouren läuft. Sie lebt von der Gegenwart Gottes in unserem Leben.“
Es ist das Verdienst unseres jetzigen Papstes Franziskus, dass er mit aller Deutlichkeit an die missionarische Dimension der Kirche erinnert und diese einfordert, oft mit drastischen Worten. Wenn sich die Kirche auf das Verwalten beschränkt, würde sie einem abgeschlossenen Zimmer gleichen und physisch sowie mental verkümmern. Es sei höchste Zeit, sich auf das Wesentliche zu besinnen; anstatt den noch vorhandenen Schafen „Löckchen zu drehen“ sei es notwendig, sich auf die Suche nach den verlorenen zu machen. Über die Bedeutung, welche dem Medium Radio hierbei zukommt sagte er beim Weltjugendtag in Rio: „Ein katholisches Radio ist heute die naheste Kanzel, die wir haben. Über das Radio können wir die menschlichen Werte verkünden, die Werte der Religion, und vor allem Jesus Christus, den Herrn. Dem Herrn können wir so die Ehre erweisen, ihm einen Platz zwischen den Dingen im Leben zu geben.“ Anschießend appellierte er, niemand aus der Solidarität auszuschließen und sich besonders der Armen anzunehmen. Ein katholisches Radio hätte den Sinn, „uns alle im Gebet zu vereinen und zusammenzuarbeiten“. Meine Vision aus den Jahren des Anfangs, mit Radio Horeb den Menschen eine Quelle lebendigen Wassers zur Verfügung zu stellen, aus der sie jederzeit schöpfen können, hat sich erfüllt.
Sehr viele dankbare Rückmeldungen belegen nachdrücklich, dass es gelungen ist, mit einer Mischung aus Gebet, Katechese, Lebenshilfe, Information und Musik ein Programm anzubieten, das die Herzen der Menschen erreicht. Die Digitalisierung des Rundfunks wird es uns in den nächsten zwei Jahren ermöglichen, an fast allen Orten unseres Landes leicht empfangbar zu sein. Von Herzen danke ich vielen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche diese Vision geteilt haben und den Weg mit uns gegangen sind. Mein Dank gilt auch allen Betern und Spendern; ohne sie hätten wir all das nicht erreichen können.

Freitag, 20. September 2013

Das große Papstinterview

Papst Franziskus hat einer italienischen Jesuitenzeitschrift ein langes Interview gegeben. Dreimal hat Franziskus den Chefredakteur Antonio Spadaro von "La Civiltà Cattolica" in der Casa Santa Marta  zu persönlichen Gesprächen empfangen, die nun das erste große Interview des Pontifikats bilden. Franziskus spricht darin über sein Verständnis der Kirche, über seine Art, Entscheidungen zu treffen, über die Kurie, den Umgang mit Homosexuellen, die Rolle von Frauen in der Kirche und vieles mehr. 
Radio Vatikan hat eine Zusammenfassung veröffentlicht. 

Das Gespräch ist in den "Stimmen der Zeit" auch auf  Deutsch erschienen:

Das Interview Teil 1 

zum Teil 2

Mittwoch, 18. September 2013

Generalaudienz

Auch auf der heutigen Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom kam Papst Franziskus wieder auf das Bild der Kirche als Mutter zurück:
Eine Mutter gebe ihren Kindern Orientierung im Leben, begleite sie auch, wenn es schwierig wird und bete für sie. Genauso mache es die Kirche für alle ihre Kinder. Eine Mutter lehre, gut im Leben zu stehen und den richtigen Weg zu wählen, nicht weil sie es aus Büchern gelernt hätte, sondern indem sie auf ihr Herz hört.
Papst Franziskus wörtlich: „So ist auch die Kirche, eine mitleidige Mutter, die versteht, die zu helfen versucht, die ihre Kinder auch dann ermutigt, wenn sie Fehler gemacht haben und Fehler machen, die niemals die Haustür schließt; sie richtet nicht, sondern schenkt die Vergebung Gottes ... Die Kirche hat keine Angst, in unsere Nacht einzutreten, wenn wir im Dunkel der Seele sind, um uns Hoffnung zu geben: die Kirche ist Mutter, und so sind Mütter nun einmal!“

Samstag, 14. September 2013

Wochenkommentar

Eine Gesellschaft, die den Lebensschutz verdrängt oder leugnet oder auch nur vergessen möchte, hört auf, eine menschliche und menschengerechte Gesellschaft zu sein!
Aktueller Kommentar von Martin Lohmann bei Radio Horeb vom 14. September 2013
Liebe Hörerinnen und Hörer,

heute bitte ich Sie ganz konkret um Ihr Gebet. Wofür? Für alle Teilnehmer des Marsches für das Leben, der exakt heute in einer Woche mit einer Kundgebung unmittelbar vor dem Kanzleramt in Berlin beginnt. Sollten Sie keine Möglichkeit haben, bei diesem Zeugnis für das Leben selbst vor Ort zu sein, so bitte ich Sie sehr, unsere Demonstration mit viel Gebet zu begleiten. Ja, das Leben braucht viel Gebet. Der Einsatz für das Lebensrecht sowieso.

Jeder von uns benötigt Beter, also solche, die ihre Bitten und ihren Dank vor den himmlischen Vater tragen und um Segen bitten. Auf diese Weise kann eigentlich jeder von Ihnen aktiv dabei sein, wenn wir – genau einen Tag vor der Bundestagswahl – in der deutschen Hauptstadt dafür werben, dass es zur Kultur des Menschen gehört, unmissverständlich Ja zum Leben zu sagen.

Es gibt viel Unterstützung für diese Erkenntnis. Gottlob! Viele kirchliche und weltliche Würdenträger haben uns das bereits im Vorfeld bekundet. Dafür sind wir sehr dankbar. Das sage ich an dieser Stelle ausdrücklich auch als Vorsitzender des BVL, des Bundesverbandes Lebensrecht. Und bevor ich es vergesse: Sollten Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, noch zögern, dann rufe ich Ihnen zu: Zögern Sie nicht, sondern kommen Sie am nächsten Samstag nach Berlin. Helfen Sie uns, den Menschen guten Willens, dieses Zeichen für das Leben und gegen die Tötung von Menschen immer größer und unübersehbarer zu machen. Deutschland braucht uns und Sie!

Wir glauben fest, dass jeder Mensch ein Geschöpf Gottes ist, jeder Mensch liebenswürdig ist und jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Egal, wie jung er noch ist oder wie alt er schon ist. Egal, wie klug oder einfach er ist. Egal wie reich oder arm er ist. Egal, wie anerkannt oder unbekannt er ist. Egal, wie gesund oder krank er ist.

Um es ganz deutlich zu sagen: Das ist keine christliche Exklusiverkenntnis. Das ist nichts als menschlich, nichts als im tiefsten Sinne human. Und es ist sogar gesetzlich in Deutschland festgehalten. Denn der Artikel 1 des Grundgesetzes – Die Würde des Menschen ist unantastbar – bedeutet nicht, „soll“ unantastbar sein, sondern IST unantastbar. Und ich übersetze dieses grundgesetzliche Gebot mit dem Satz: Jeder Mensch IST liebenswürdig, IST liebenswert! Nicht SOLL, sondern IST! Darum geht es am kommenden Samstag in Berlin.

Warum das so wichtig ist? Weil diese Wahrheit sowohl am Beginn des Lebens nicht mehr selbstverständlich ist wie am Ende. Vielfach ist die Ehrfurcht vor dem Leben verloren gegangen. Noch nicht geborene Menschen sind ebenso gefährdet wie alte und kranke Menschen. Und das bedeutet letztlich, dass wir alle gefährdet sind, wenn wir nicht aufpassen. Wer am Lebensrecht rumschnibbelt, der zerstört es. Dann Gnade uns Gott!

Sagen wir ganz deutlich: Eine Gesellschaft, die den Lebensschutz verdrängt oder leugnet oder auch nur vergessen möchte, hört auf, eine menschliche und menschengerechte Gesellschaft zu sein!

Ich weiß: Wer so redet und denkt, ist für viele, die einfach nur panische Angst vor dem Leben und seiner Logik haben, ein böser Störenfried. Ja, dazu sind wir bereit: die grausame Friedhofsruhe einer Unkultur des Tötens zu stören. Nicht durch Lautstärke. Sondern durch Bekenntnis: Bekenntnis zum Leben. Durch Aufmerksamkeit: Aufmerksamkeit für Gott. Durch Einsatz: Einsatz für den Menschen. Durch Hilfe: Hilfe für Mütter, Väter und Kinder. Durch Friedfertigkeit: Friedfertigkeit gegenüber Verzweifelten. Durch Geduld: Geduld trotz Hass und Gewalt. Durch Hinsehen: Hinsehen statt Wegducken und Weggucken.

Es ist kein Geheimnis, dass wir als Lebensschützer übel beschimpft und böse verleumdet werden von jenen, die Angst vor der eigenen Verantwortung haben – oder die noch nie in ihrem Leben belastbare und wirkliche Liebe erfahren haben. Das ist traurig und tragisch zugleich.

Es gab schon viel psychische und physische Gewalt gegen uns. Ja, vor einigen Jahren wurde mir sogar eine brennende Bibel, also die Heilige Schrift, das Wort Gottes, vor die Füße geworfen. Medien waren zugegen, doch niemand wollte darüber berichten. Aus Feigheit? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur: Es ist kein gutes Zeichen, wenn Gewalt gegen Christen und das Verbrennen der Heiligen Schrift keine Nachricht mehr wert sind. Noch einmal: Unser friedvoller und toleranter Protest gegen die Tötung von Menschen provoziert jene, die genau die wirkliche Humanität nicht wollen.

Und so gibt es im Vorfeld des „Marsches für das Leben“ am 21. September 2013 jetzt ein Berliner sogenanntes Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung. Den Teilnehmern des Marsches wird einfach mal so und fernab der Wahrheit – ich zitiere – „ein reaktionäres, christlich-fundamentalistisches Weltbild“ unterstellt, „in dem der Schwangerschaftsabbruch als eine „vorgeburtliche Kindstötung“ dargestellt wird“. Zitatende.

Ja, ja, Sie haben richtig gehört: Wenn man einfach beschreibt, was eine Abtreibung ist, nämlich eine Tötung eines noch nicht geborenen Menschen, dann ist man in den Augen derer, die lieber töten als schützen, reaktionär und fundamentalistisch. Und daher fordern diese Leute dann das Recht auf Tötung.

Ehrlich gesagt: Ein Christ, der das Gebot Gottes „Du sollst nicht töten“ ernst nimmt, ist alles andere als ein Reaktionär. Er ist Bote der Avantgarde einer humanen Welt, der Nein sagt zur reaktionären und verantwortungsleugnenden Diktatur fundamentalistischer Lebensgegner, die offenbar bereit sind, jedes Leben dem eigenen Egoismus der Lust zu opfern. DAS ist fundamentalistisch! DAS ist reaktionär! Der Versuch, die Freunde des Lebens in eine bestimmte Ecke drängen zu wollen, ist perfide. Er wird aber nicht erfolgreich sein, jedenfalls nicht bei denen, die ihren eigenen Verstand noch zu nutzen verstehen und sich der Freiheit verpflichtet wissen.

Einige Mitbürger haben heute offensichtlich noch immer nicht begriffen, dass wir in einem Rechtsstaat auf der Grundlage von Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit und mit Toleranz und Meinungsfreiheit leben. Wer einer schwangeren Frau eine Abtreibung als einen angeblich legalen folgen- und problemlosen Abbruch einer Schwangerschaft „verkauft“, nimmt weder sie in ihrer Würde als Frau noch die Menschenwürde des ungeborenen Kindes wirklich ernst.

Menschliches Leben beginnt nicht erst mit der Geburt, sondern mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. So stellt das Bundesverfassungsgericht fest: Wo menschliches Leben existiert, kommt ihm Menschenwürde zu. Es ist nicht entscheidend, ob der Träger sich dieser Würde bewusst ist und sie selbst zu wahren weiß. Die von Anfang an in der menschlichen Existenz bestehende Einzigartigkeit jeder Person, auch schon in den ersten Monaten, genügt, um dessen Menschenwürde zu begründen und zu achten.

Eine Gruppierung, die in eklatanter Weise die Freiheit der Mutter zu Kindern in eine Freiheit von Kindern pervertiert und dabei die Würde des ungeborenen Lebens ganz ausklammert, missachtet den Fundamentalgrundsatz unserer Verfassung, die Menschenwürde. Gerade in einer Gesellschaft, die ihre christlich-jüdische Tradition zunehmend vergisst, erscheint es mir mehr als gefährlich, wenn die Stärkeren den schwächsten und „unerwünschten“ Menschen am Beginn oder Ende ihres Lebens die Menschenwürde absprechen. Der Artikel 1 des Grundgesetzes heißt in der Übersetzung eigentlich wirklich nichts anderes als: Jeder Mensch ist liebenswürdig, egal in welchem Alter. Und genau das umzusetzen ist gelebte Freiheit!

Und weil nicht selten die Männer, die ihren Spaß hatten und als Väter vor der Verantwortung fliehen, die treibende Kraft gegen das Leben sind, sage ich hier auch ganz deutlich: Nur starke Männer sagen Ja zum Kind! Nur coole Männer sind FÜR das Leben. Feige Typen fliehen vor der Verantwortung. Nur wer Ja zum Leben sagt, ist ein wirklich freier Mensch. Jeder hat ein Recht, geliebt zu sein – egal wie alt, egal wie jung.

Und auch dies: Wir wollen keinen Suizid auf Wunsch, keinen verordneten oder vorgeschriebenen Selbstmord im Alter oder bei Krankheit. Gnadentod? Nein Danke. Nie wieder! Und ganz wichtig: Behinderung darf niemals ein Todesurteil sein! Und jeder Test wie etwa der Pränatest, der zum Töten führt, muss tabu sein. Ungeborene Menschen sind keine Rohstoffe! Stoppt das Riesengeschäft mit getöteten Ungeborenen!

Sie hören und sehen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer: Es ist wirklich Zeit, wach zu werden und andere aufzuwecken. Die Politiker zum Beispiel, die sich noch nicht trauen, Politik für das Leben aller Menschen zu machen. WIR machen das in Berlin, einen Tag vor der Bundestagswahl, ohne Geschrei, ohne Gewalt, sehr friedfertig und sehr logisch. Wir machen das mit Herz und Verstand. Wir werben für das Leben. Machen Sie bitte mit! Danke.

In Gottes Namen für das Leben. Mit allen Menschen guten Willens.
In diesem Sinne: Eine gesegnete, eine starke Zeit!

Montag, 26. August 2013

Wochenkommentar von Martin Lohmann


Am 24. 8. 2013 sprach Martin Lohmann den Wochenkommentar bei Radio Horeb. Er ist unter anderem Chefredakteur des katholischen Fernsehsenders K-TV

Bildquelle: K-TV Fernsehen
Liebe Hörerinnen und Hörer, 

heute hätte ich Ihnen eigentlich gleich mehrere Wochenkommentare anzubieten. Denn: Die Themenlage ich so bunt. Über die Qual der Wahl für überzeugte Christen in genau vier Wochen könnten wir reden – und feststellen, dass es recht schwierig geworden ist, hier richtig zu entscheiden. Das „C“ im Parteinamen garantiert längst nicht mehr ein christliches Profil. Aber ich wette, zu diesem Thema haben wir noch viele Gelegenheiten. Klar, ich könnte auch noch einmal deutlich hinweisen auf den Marsch für das Leben, zu dem wir uns genau heute in vier Wochen in Berlin treffen werden, also einen Tag vor der Bundestagswahl, um ein beeindruckendes Zeugnis aller Generationen für das Leben zu geben. Ich freue mich schon, möglichst viele von Ihnen mittags vor dem Kanzleramt begrüßen zu können. Am 21. September!
Aufgreifen will ich aber etwas anderes, wozu mich das Vatican-Magazin gebracht hat. Dort bin ich in einem Beitrag der Frage nachgegangen, wie sehr uns die Diktatur des Relativismus allenthalben schon im Griff haben will. Wer aufmerksam ist, wird deren Spuren überall entdecken können. Ich lade Sie also ein, mit mir auf eine konkrete Spurensuche zu gehen. Unter dem Titel: Feigheit fressen Freiheit auf.

Das süße Gift des Relativismus ist tiefer eingedrungen als vermutet. Wer genau hinschaut, muss erkennen: Es herrschen perfide Wahrheitsphobie und Intoleranz im Namen einer entleerten Aufklärung und einer missbrauchten Gleichberechtigung. Auch Christen sind vom mentalen Anti-Immun-Virus infiziert. Und im Ergebnis haben wir eine perfide moderne Christenverfolgung und die Zerstörung des christlichen Menschenbildes.

Ach ja: Woran erkennt man eigentlich eine Diktatur? Da gibt es viele Hinweise. Und eigentlich ist es ziemlich einfach. Denn in Diktaturen herrschen Angst vor der Wahrheit, Angst vor der Freiheit, Angst vor Toleranz, Angst vor Respekt, Angst vor der Menschenwürde, Angst vor Ehrlichkeit, Angst vor Diskussionen, Angst vor Meinungs- und Redefreiheit. Weil Unfreiheit, Unsicherheit, Komplexbeladenheit und tief sitzende Selbstzweifel subcutan vorherrschen, müssen sie geradezu zwanghaft verborgen und geleugnet werden. Der Schutz für diese Neurose, die letztlich eine Phobie vor dem Menschen und seiner Berufung zu Freiheit und Verantwortung ist, besteht in der Aggression gegen alles, was eben mit Freiheit, Verantwortung und – sprechen wir es mutig und gelassen aus – mit Schöpfungsordnung zu tun hat. Diktaturen sind also letztlich angstbesessene Angstmacher.

Ob Benedikt XVI. genau das gemeint hat, als er vor und während seines Pontifikats von der Diktatur des Relativismus sprach und vor ihren Auswirkungen warnte? Ob er bereits ahnte, dass selbst die Ökumene zwischen Katholiken und Evangelischen schon bald Opfer dieser Diktatur werden könne? Denn sicher ist: Die Sache mit der Ökumene scheint schwieriger zu werden. Während sich manche auf das Gedenken der Spaltung vorbereiten, einige gar davon träumen, daraus ein Jubiläum zu machen, werden wichtige Wegstrecken dorthin offenbar sehenden Auges kräftig verbaut. Die so genannte Orientierungshilfe der Evangelischen Kirche zu Fragen der Ehe – oder sollte man sagen: das Desorientierungspapier – ist ein betrüblicher Beweis für einen höchst bedenklichen Zustand bestimmter Teilchristentümer in der Mitte Europas.

Was da als neues Familienbild verkündet wurde, ist der Abschied von der Schöpfungsordnung, von Jesus Christus, von der Schrift und letztlich von einer ernstzunehmenden Ökumene, in der sich verschiedene Konfessionen eigentlich darum zu bemühen haben, in Treue zur Wahrheit des Gottessohnes diesem immer näher zu kommen – und somit einander. Die im „Familienpapier“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vollzogene Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der richtigen Ehe von einem Mann mit einer Frau ist eine skandalöse Verbeugung vor einer kleinen, aber offenbar angsteinflößenden Gruppe von Menschen, die eine bestimmte sexuelle Neigung zum Alleindeutungsmerkmal ihrer selbst intolerant und unter Zerstörung klarer Denkstrukturen einfordern. Und die jeden diskriminierend der Intoleranz oder Diskriminierung bezichtigen, der sich noch wagt, hier Kritik zu üben.

Eine Verbeugung vor dem Gottessohn Jesus Christus, der eindeutig und konsequent auf den Schöpfungsplan des Vaters hinwies, als er die unauflösliche Ehe zwischen Mann und Frau verbindlich erklärte, ist das „Familienpapier“ der EKD wahrlich nicht. Eher schon ein despektierlicher Fußtritt.

Es gibt – leider bis in die Kirchen hinein – inzwischen viel Verleugnung, Verleumdung, Aggression, Einschüchterung gegen Toleranz, Anstand, Freiheit und Achtung. Und all das hat auch mit der Psycho-logie des antireligiösen Affektes zu tun, der gleichsam das Schmieröl für die Diktatur des Relativismus ist. Und mit einem gekränkten Narzissmus des modernen Menschen und seinem allzu brüchigen Selbstwertgefühl der Gottlosigkeit.

Offenbar fühlen sich solche Menschen regelrecht bedroht von Menschen, die sich darum bemühen, aus ihrem Glauben heraus zu leben und andere zu tolerieren. Also Vorsicht, liebe Hörerinnen und Hörer: Sie und ich sind für manche im Grunde genommen schwache und ängstliche Menschen eine Bedrohung, weil wir an Gott glauben und versuchen, uns nach ihm auszurichten, Seine Wahrheit in die Welt zu tragen.

Es gibt tatsächlich viel irrationale Aggression gegen Religion und vor allem Menschen, die anderen, schwachen Gestalten offenbar schon ein Dorn im Auge sind, wenn sie aus ihrem Glauben heraus eine gewisse Verlässlichkeit und Stabilität wie auch ein verankertes Selbstwertgefühl zu zeigen in der Lage sind.

Neid auf religiös gefestigte Menschen? Geradezu pubertierende Eifersucht auf jene, die zu zeigen bereit sind, dass ein Leben aus dem Glauben möglich ist? Dass Vertrauen auf und in Gott wirklich lebbar ist? Kain hat genau deshalb Abel erschlagen. Die Wirklichkeit, die wir erleben, ist uralt und seit Urzeiten wahr. Und es gibt diese Kains auch heute noch. Und sie finden Mitläufer. Überall. Auch in den Kirchen. Leider.

Entstanden ist ein System der Angst – vor Klarheit und Wahrheit in dem vorpubertärem Empfinden, auf jeden Fall politisch korrekt sein zu müssen – was immer das auch sei. Wer sich mutig kritisch äußert, läuft sofort Gefahr, in der Diktatur der Verwirrung und geistigen Entwurzelung in eine Ecke gedrängt zu werden.

Diskriminierung, Intoleranz, Rufmord. Das sind die Mittel dieser wie jeder echten Diktatur. Dazu gehört auch die tatsächliche Zerstörung der Ehe als Ehe – durch Entwertung, weil man nicht Vergleichbares vergleicht und somit einzigartig Kostbares beschädigt.

Da ist es dann nur noch folgerichtig, dass alles, aber auch wirklich alles dieser altneuen Ideologie und Diktatur geopfert wird und sich selbst Kirchenleute nicht mehr trauen, etwa in der Frage des Adoptionsrechtes gleichgeschlechtlicher Paare einmal nach dem Kindeswohl zu fragen. Denn dieses braucht, das wissen wir nicht erst seit den leider allzu berechtigten Warnungen von Christa Meves, Vater und Mutter. Am besten Originalvater und Originalmutter in einer Original- und Erstfamilie!

Und die Kritiker? Sie werden kräftig verleumdet, man nimmt ihnen Lehraufträge unter dem Hinweis auf angebliche Empörungsdebatten, die man freilich selbst inszeniert unter Studenten, unterstellt ihnen Homophobie, die dann auch jeder vorsichtshalber einmal glaubt, um nicht selbst ins Kreuzfeuer zu geraten.

Also noch einmal: Es passiert all das, was eine Diktatur beherrscht: Rufmord, Verleumdung, Unterstellungen, Fälschungen und Hass. Diejenigen, die selbst als Wahrheitsphobe eine geradezu panische Angst vor allem haben, das mit Gott und der von ihm geoffenbarten Klarheit zu hat, können nicht anders, als mit Lug und Trug zu hantieren. Sämtliche Instrumente, die der Satan da bereithält, scheinen willkommen. Da hilft dann wenn überhaupt nur mittelfristig die christliche Erkenntnis, dass der Diabolos auch aus tausend Lügen keine Wahrheit zimmern kann. Was, wenn allzu viele von den Mitläufern und Angsthasen der Diktatur des Relativismus bereitwillig rückgradlos glauben, was ihnen da geschickt und angstmachend diktiert wird!?

Aber, ich mache uns allen berechtigten Mut: Aus der Geschichte wissen wir, dass Diktaturen irgendwann zusammenbrechen. Angst ist niemals stabil. Der Geist will letztlich Freiheit und sehnt sich nach Wahrheit.

Christen sind berufen, freiheitsliebende Apostel der Wahrheit zu sein. Unterschiede zu erkennen und zu benennen, ist keine Diskriminierung. Aber gelebte Toleranz! Angstfrei. In Respekt. Die Diktatur des Relativismus, der manche dünnen „Familienpapiere“ ergebendst dienen, ist nichts Christliches. Die mutige Liebe zu Christus und seiner Botschaft und dem in Freiheit verankerten christlichen Menschenbild hingegen sehr wohl. Denn christlich ist nicht, Freiheit von der Feigheit auffressen zu lassen. Christlich ist: Freiheit frisst Feigheit. Komplett. Es gilt, was schon früher galt: Et si omnes, ego non. Und wenn es alle machen – ich nicht!

Gut, dass es Radio Horeb und das katholische Fernsehen K-TV gibt! Wir helfen gerne bei der Orientierung, auf die Diktatur nicht hereinzufallen und stark zu werden gegen Lug und Trug.

In diesem Sinne: Eine gesegnete, eine starke Zeit! "

Mittwoch, 24. Juli 2013

Weltjugendtags-Hymne Rio 2013

Heute habe ich einmal verschiedene Versionen der Weltjugendtagshyme "Esperança do Amanhecer" herausgesucht



Hier im Samba-Rhythmus


Englische Version


Französisch


Polnisch


Es gibt sogar eine arabische Version



Hier geht es zum Radio Horeb WJT-Tagebuch aus Rio

Mittwoch, 17. Juli 2013

Andacht aus dem Allgäu

Im aktuellen Programmblatt von Radio Horeb (Ausgabe August) schreibt Pfarrer Richard Kocher:

In der Ausgabe 2/2013 der Zeitschrift Alps ist der lesenswerte Artikel „Andacht aus dem Allgäu“ erschienen. Sie finden ihn auch auf unserer Homepage in der Rubrik Andere über uns – Pressestimmen 2013. Herr Rotter, der diesen Artikel verfasst hat, hat auch ein Interview mit mir geführt, das aus Platzgründen nicht veröffentlicht wurde. Weil es Wichtiges enthält, möchte ich es Ihnen nicht vorenthalten.

Bildquelle: Radio Horeb

Herr Pfarrer Kocher, die bekannten Privatsender erscheinen immer austauschbarer und langweiliger. Was machen Sie anders?
Richard Kocher: Unsere Stärke ist Authentizität, dass wir ehrlich rüberkommen und die Zuhörer merken, dass wir es ernst mit ihnen meinen. Das tun manche Privatradios nicht mehr: Die Moderatoren in der Morgenshow sind immer „echt richtig gut drauf“ und alles ist so „super, supertoll“. Ich kann dieses Getue nicht mehr hören; es kommt bei mir als einstudiert rüber, als nicht authentisch.
Radio ist ein klassisches Nebenbei-Medium. Gilt das auch für Ihr Radio?
Gewiss nicht. Unsere Sendungen haben ein sehr hohes Niveau, und wir fordern einiges an Konzentration. Der durchschnittliche Hörer ist bei uns fast zwei Stunden dabei, bei anderen Radios oft nur wenige Minuten. Unsere Hörerbindung ist enorm.
Das sagen viele Sender von sich.
Wir können es belegen: Neulich erst rief mich ein Hörer an: „Wissen Sie, Herr Pfarrer, das erste Mal, als ich Ihr Radio angestellt hab, war am 17. Mai um 18 Uhr.“ Wie bei einer Love Story, da weiß man auch, wann man den Partner zum ersten Mal gesehen hat. Gibt es das bei anderen Sendern? Mir erzählen Hörer immer wieder, dass sie nichts anderes mehr hören wollen als Radio Horeb.
Passt ein Medium, dem man so viel Aufmerksamkeit schenken muss, in unsere Zeit?
Ja und nein. Der Medienkonsum wird immer schneller, immer fragmentierter, keine Frage.
Aber zugleich erlebe ich, dass mehr Menschen Orientierung und Verlässlichkeit suchen – gerade in unseren wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Da rührt das Evangelium schon an ein Kernproblem der Gesellschaft – denn Christus sagt: „Der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt“ (Lk 12,15). 80 bis 90 Prozent sehen das heute anders.
Was hat das mit Radio Horeb zu tun?
Wenn man sieht, wie die Finanzmärkte Achterbahn fahren, dann merkt man, dass der Mann aus Nazareth auch nach 2000 Jahren noch etwas zu sagen hat. Die Botschaft wollen wir vermitteln.
Glauben Sie, dass die Finanzkrisen Radio Horeb geholfen haben?
Das kann gut sein. Denn viele Menschen haben erkannt, dass es auf andere Dinge ankommt. Der Glaube hat in den letzten, wechselvollen Jahren wieder an Bedeutung gewonnen – vielleicht haben wir einen kleinen Teil dazu beigetragen.
Ihr Erfolg widerspricht der rückläufigen Zahl der Gläubigen in der Kirche ...
Leider, leider profitiert unser Radio sogar von der schwierigen Situation der Kirche. Ein Hörer hat mir neulich erzählt, er müsse inzwischen 25 Kilometer fahren, um eine Heilige Messe zu hören, weil auf dem Land immer weniger Gottesdienste gehalten würden. Daher schaltet er unsere Radio-Gottesdienste ein. Andere Menschen genieren sich heute, sich als gläubig zu zeigen. Bei uns schalten sie schnell ein und aus – und keiner sieht es.
Herr Kocher, Sie machen Radio für Hörer aus aller Welt – wieso ausgerechnet aus Balderschwang?
Uns haben schon viele geraten, wegzuziehen, in die Stadt, am besten in ein Studio über einem Hauptbahnhof, wo das Leben pulsiert. Aber mir ist klar geworden, dass die Stille und die Unaufgeregtheit wichtig sind für uns. Unser Programm gewinnt dadurch an Besinnlichkeit.
Inspirieren Sie die Berge?
Sie helfen mir, mich zu erholen. Ich habe mir schon häufiger mal nachmittags frei genommen, wenn ich Stress hatte, und bin auf einen der Gipfel hier gestiegen. Dann ist die Welt wieder in Ordnung.
Ihr Lieblingsberg?
Das ist die Tour auf den Hochgrat über die Spicherhalder Alpe – von oben sieht man auf unser Tal und im Norden bis ins Konstanzer Tal.
 

Von Herzen wünsche ich Ihnen eine gesegnete Zeit und einen guten Urlaub!
Vergelt’s Gott für Ihr Gebet und Ihre Verbundenheit.
Ihr
Pfarrer Richard Kocher
(Programmdirektor)


Artikel „Andacht aus dem Allgäu“ (pdf-Format)

Freitag, 21. Juni 2013

Der menschliche Embryo ist kein Rohstoff


"Der menschliche Embryo ist kein Rohstoff für wirtschaftliche und andere Interessen, sondern: Er ist einer von uns." Das hat Kardinal Christoph Schönborn am Freitag, 21. Juni 2013, in Wien bei der Pressekonferenz zum Abschluss der Sommervollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz betont. Der Kardinal würdigte in diesem Zusammenhang die Bemühungen der Europäischen Bürgerinitiative "One of Us".
Der Mensch ist ab dem Zeitpunkt der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein Mensch. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 18. Okt. 2011 erstmals höchstrichterlich festgestellt. Daraus ergeben sich weitreichende Folgen für das gesamte EU-Recht: Seither ist klar, daß seitens der EU das Leben und die Würde jedes menschlichen Embryos vom Zeitpunkt der Befruchtung an geschützt werden muss. Dieser Schutz ist aktuell jedoch nicht gewährleistet. Er muß von uns Bürgern jetzt durchgesetzt werden. Dazu wurde die Europäische Bürgerinitiative "Einer von uns" gegründet. Mit einer  Unterschriften-Kampagne soll die EU-Kommission dazu gebracht werden, sich mit der offenbar unrechtmäßigen Förderung der Stammzellenforschung zu beschäftigen.

Beim Eucharistischen Kongress in Köln

Eine Million Unterschriften müssen in der EU gesammelt werden; bis jetzt sind etwas mehr als die Hälfte der benötigten Unterschriften geleistet worden.

In Deutschland haben sich mehrere Lebensschutzorganisationen unter dem Namen „Einer von uns“ zusammengeschlossen, um dieses Anliegen zu unterstützen. Eine der Koordinatoren ist Hedwig von Beverfoerde. 



Donnerstag, 6. Juni 2013

TV-Team besucht Radio Horeb

Kürzlich drehte ein Team von katholisch1.tv eine Reportage über Radio Horeb in Balderschwang.


"Auf dem Berg Sinai, so steht es in der Bibel, hat Moses von Gott die Zehn Gebote erhalten. Gebote, die Moses daraufhin zu den Menschen brachte. "Horeb" heißt der Berg im Alten Testament und Horeb ist auch der Name eines Allgäuer Rundfunksenders mit einem einfachen, aber durchaus erfolgreichen Konzept: „Radio Horeb bringt das Wort Gottes dahin, wohin es hingehört: in die Häuser, auf die Straßen, auf die Plätze -- ganz einfach direkt zu den Menschen." Wir haben uns mal auf den Weg zum ausschließlich aus Spenden finanzierten katholischen Hörfunksender Radio Horeb nach Balderschwang gemacht. Dort, in Bayerns höchstgelegenem Dorf, befindet sich eines der beiden Hauptstudios. Vor knapp vier Jahren ist das vollständig aus Holz errichtete und mit Erdwärme klimatisierte Medienhaus auf 1044 Metern Höhe errichtet worden."

Donnerstag, 9. Mai 2013

Drei Tage Weltkirche im Radio

"Helfen wir der Muttergottes, uns zu helfen"
Vom 10. bis 12. Mai gibt es den ersten weltweiten Mariathon, der in allen fünf Kontinenten gesendet wird.
MARIATHON ist eine Spendenaktion aller Radio Maria Stationen weltweit, um den Aufbau von Radio Maria in den armen Ländern zu unterstützen und zu helfen, das Radio in jenen Ländern aufzubauen, wo es bisher noch keines gibt.
In elf Ländern sollen innerhalb der nächsten drei Jahre Radio Maria Sender aufgebaut werden, die wir durch Spenden und Gebete gemeinsam unterstützen wollen:

AFRIKA: Äquatorialguinea, Liberia, Madagaskar, Mali, Nigeria und Republik Guinea
AMERIKA: Haiti
ASIEN: China (Macao) und Indien
EUROPA: Irland und Lettland


Das Partnerland von Radio Horeb wird an diesem Wochenende Irland sein.


Emanuele Ferrario, Präsident der Weltfamilie von Radio Maria, zu der auch Radio Horeb gehört

Weitere Details und Informationen findet man auf der offiziellen Webseite www.mariathon.org



Die Radio Maria Weltfamilie
Links zu den Webstreams der Radio Maria Stationen weltweit 

Samstag, 23. März 2013

Auf dem Weg zur Via lucis



In der Kar- und Osterwoche empfehle ich Sendungen zu folgenden Zeiten:

Palmsonntag, 24.3.13: 09.00h: Hinführung zur Liturgie mit Simon Dach 

9:20 Uhr : Papst Franziskus Heilige Messe auf  dem Petersplatz

Karmontag, 25.3.13: 13.00h: Musikmagazin “Die Karmetten” mit Simon Dach


Von Gründonnerstag bis Ostermontag sieht das „liturgische“ Programm wie folgt aus:


Gründonnerstag, 28.03., 09:20 Uhr Gründonnerstag Chrisam-Messe mit Papst Franziskus 

22:00 Uhr Ölbergandacht

Karfreitag, 29.3., 10:00 Uhr Kreuzweg aus dem Kölner Dom

13.00h: Musikmagazin “Stabat mater dolorosa” mit Simon Dach 

15:00 Uhr Karfreitagsliturgie aus Türkheim

21:00 Uhr Kreuzweg am Kolosseum mit Papst Franziskus

Karsamstag, 30.3. 09:00 Uhr Trauermette aus Türkheim

13.00h Musikmagazin “Stiller Samstag” mit Simon Dach

14:00 Uhr Grabandacht aus dem Kloster Waghäusel

20:20 Uhr Auferstehungsfeier mit Papst Franziskus

Ostersonntag, 31.3., 09.33h: Hinführung zur Liturgie mit Simon Dach

10:00 Uhr Ostermesse mit Papst Franziskus
im Anschluss Gebet des „Regina Coeli“ und Apostolischer Segen „Urbi et Orbi“ 

13.00h: Musikmagazin “Singet dem Herrn” mit Pfr. Dr. Lochner

Ostermontag, 01.4., 09.33h: Hinführung zur Liturgie mit Simon Dach 

10:00 Uhr Festmesse aus Türkheim 

13.00h: Musikmagazin “Marienleben – mater gloriosa” mit Simon Dach

Donnerstag, 21. März 2013

Papst Franziskus

Das Wappen des neuen Papstes
„miserando atque eligendo – aus Barmherzigkeit gewählt“

Man kann sein sehr einfach gestaltetes Wappen in drei Teile aufteilen. Das blau gehaltene Schild wird von den päpstlichen Symbolen, wie auch schon bei Benedikt XVI., eingerahmt. Auch Papst Franziskus hat statt der päpstlichen Tiara die bischöfliche Mitra sowie die beiden Schlüssel gewählt. Im oberen Teil des Schildes sieht man das Emblem der Gesellschaft Jesu, der der Papst angehört: eine gelbe Sonne, in der das Christusmonogramm „IHS“ in roter Schrift eingeschrieben steht. Das Christusmonogramm wird bei den Jesuiten als Kurzform von „Iesum Habemus Socium“, „Wir haben Jesus als Gefährten“ verwendet. Ursprünglich leitet es sich aus den griechischen Worten „Iota“, „Eta“ und „Sigma“ ab, einer Abkürzung für den Namen Jesu (von „ΙΗΣΟΥΣ“, „JESOUS“). Das „H“ des Monogramms wird auf Franziskus‘ Wappen von einem ebenfalls roten Kreuz mit schwarzen Nägeln überragt.
Die untere Hälfte von Franziskus‘ Wappen teilen sich ein Stern und ein Ast der indischen Narde. Nach der heraldischen Tradition symbolisiert der Stern die Jungfrau Maria. Dem gegenüber steht der Zweig der Narde, der den Schutzpatron der Weltkirche, den heiligen Josef, symbolisieren soll.

Das Motto des Papstes „miserando atque eligendo“, „aus Barmherzigkeit gewählt“, das er bereits als Bischofsspruch hatte, entstammt aus den Predigten des heiligen Beda Venerabilis. In diesen geht es um die Berufungserzählung von Matthäus, sie erinnern an die Barmherzigkeit Gottes. Für Franziskus hat das Matthäusfest eine ganz besondere Bedeutung. Im Alter von 17 Jahren hat er an diesem Tag die Gegenwart und Liebe Gottes ganz besonders gespürt. Er fühlte sich zum Ordensleben der Jesuiten berufen und erinnert mit seinem Bischofsspruch an dieses Berufungserlebnis.
Quelle: Radio Vatikan 

Und hier noch etwas zum Schmunzeln

Der Papst und das Bier   Bildquelle: sueddeutsche.de
 zum Artikel Papst-Doppelgänger

Montag, 11. März 2013

Die neue Struktur des Morgenprogramms …



seit dem 11. März 2013 für die Werktage:


06:00 Angelus - Rosenkranz

06:35 Mit Gott fang an - Morgengebete

06:50 Liturgische Texte zum Tag: Tagesevangelium

07:00 Laudes - Morgenlob d. Kirche

07:30 Impuls

07:45 Liturgische Texte zum Tag: Lesungen der Lesehore

08:00 Kalenderblatt

08:15 Interview des Tages

08:30 Nachrichten aus Kirche und Welt

08:40 Hörer sprechen m.d. Programmdirektor

08:50 Nachrichten aus der Weltkirche

09:00 Hl. Messe 

Freitag, 8. März 2013

Konklave am 12. März


Das Konklave wird am 12. März beginnen. Ab sofort berichtet EWTN täglich von 17.00 bis 17.30 Uhr live aus Rom. Die Sendung wird um 21.00 Uhr wiederholt.
Hier die Sendung vom 8. März mit Paul Badde und Martin Rothweiler

Samstag, 23. Februar 2013

"Leben mit Gott"


Samstag, 23. Februar 2013: Um 5:58 Uhr schaltet sich das DAB-Radio ein: beim Rosenkranzgebet ab 6 Uhr wollen wir dabei sein - um den Tag als ein "Leben mit Gott" gestalten zu können, haben wir Radio Horeb  als die Nummer 1 einprogrammiert.
Nach halb sieben beginnt Adelheid Nicklaser die Morgengebete - diese (veränderte) Auswahl an Texten, unterbrochen mit einem nur kurzen Liedruf (statt sonst oft willkürlich eingespielter nichtssagender Musik), erhebt unser Herz und den langsam erwachenden Geist wirklich zu Gott ! 
Nach der Segensbitte, welche die Gebetszeit abschließt, hören wir die Ankündigung von Nachrichten - von solchen aus der Weltkirche ist allerdings diesmal nicht die Rede …… Und jetzt "haut es" jeden von uns förmlich aus den Federn: Das erste Wort nach all den guten geistlichen Worten und Gedanken, das uns in diese konkrete Welt des heutigen Tags hineinstellt, lautet: "Pferdefleisch". Und nicht nur von diesem "Skandal" hören wir nolens volens, sondern auch von jenem (in unseren Augen), dass ein CDU-Politiker eilfertig seine Partei auffordert, sich nun endlich auch die Positionen der übrigen Parteien zum Thema "gleichgeschlechtliche Ehe" mit Kinderadoption zu eigen zu machen.
Na - sicher wird man zum Ausgleich danach etwas über die Stimme der Kirche in dieser verqueren Welt erfahren… – Fehlanzeige!
Der Hinweis auf die Übertragung der Laudes (erfreulicherweise diesmal aus einer anderen Klostergemeinschaft) kann uns diesen verkorksten Tagesanfang auch nicht retten, dessen erstes real "haftengebliebenes" Wort »Pferdefleisch« gewesen ist. Denn wenn wir den nun auf 7 Uhr 30 gelegten "Impuls" hören wollen, dann muß das Stundengebet jetzt für uns entfallen. Schließlich gehören wir nicht zu der Generation, die ein Chorgebet problemlos auch unter der Dusche mitvollziehen könnte…

GottseiDank: Diakon Kießig spricht die richtigen Worte für diesen angeschlagenen Versuch, das "Leben mit Gott" auch an einem solchen Samstag in dieser Gegenwartszeit zu realisieren. Von der Chance im Jahr des Glaubens ist da die Rede, GOTT die Ehre zu geben und nicht nur "dem Kirchenchor, Lektor, Kantor, Organisten und Küster" öffentlichen Dank abzustatten, wie es Mode geworden sei.
Schade nur, dass Adelheid Nicklaser einen solchen Dank an einen ehrenamtlichen Referenten für diese guten Worte nicht in ihrem Manuskript vorgesehen hat.

Wie geht es heute weiter? Wird es mit nur knappen 10 Minuten der Reflexion über die Botschaft des Hl. Bischofs Polykarp für unsere Tage, aber mit der doppelten Zeit für ein Tagesinterview, und ohne die früher den biblischen Horizont so erweiternden Lesungen der Kleinen Horen gelingen, doch noch in ein "Leben mit Gott" einzuspuren ? Nicht als "Christliche Stimme Deutschlands", sondern wegen dieses programmatischen Angebots unterstützen wir ja eigentlich den Sender Radio Horeb

Simon & Eva-Maria Dach


Freitag, 15. Februar 2013

Der Papst am Rosenmontag



BENEDIKT XVI.


Gradlinig, konsequent, wie auch sein Dienen in den Jahren,

so seinen Weggang wir ganz überrascht erfahren.

Ganz anders, als wir es heute überall erleben,

wo allzu viele nur an ihrer Macht, an ihren Ämtern kleben

und eher eine ganze Nation, ein Volk zugrunde richten,

als dass auf ihre Machtansprüche sie verzichten.


Nein, er weiß tief in seinem Herzen, seinem ganzen Denken:

der HERR wird weiter seine Kirche leiten, lenken,

wird einen guten Hirten ihr erneut bestellen,

der das Schiff »Kirche« sicher führt durch Sturm und Wellen,

der sie bewahrt, dass niemals sie wird untergehen,

da mögen auch des Bösen scharfe Winde noch so wehen!

Seh’n wir nicht um uns her, wie sehr der Satan schon am Werke?

Wie sehr er ausspielt seine Macht und Stärke?

Wie viele hab’n vor seinen Karren sich schon spannen lassen!

Wie viele sind am Werke, nicht mit Liebe, nein, nur mit Häme und mit Hassen.

Wie viele haben unsern Hl. Vater Benedikt

mit Wut zu Boden nur gedrückt,

verleumdet ihn, mit Dreck beworfen, ihn entehrt

und seine guten Absichten ins Gegenteil verkehrt!

Und jetzt, im Nachhinein, sie immer noch nicht schweigen,

nein, immerzu noch ihre ganze Bosheit sie uns zeigen

und wieviel Heuchelei wird ausgebreitet!

Hab‘n nicht ganz anderes sie ihm bereitet?


Ich sag ein großes Danke nur an dieser Stelle,

dass er geführt so viele doch zur wahren Quelle,

zu IHM, der uns, der ihn berufen hat zum Heil, zur Wahrheit,

dass er mit solcher Demut und in solcher Klarheit,

so eindeutig und so glaubhaft hat mit seinem Leben,

der ganzen Welt, selbst seinen Widersachern Zeugnis stets gegeben.

Ich wünsche ihm von ganzem Herzen reichen Gottessegen

für das, was kommen mag auf allen weit’ren Wegen!


Werner Kießig, Diakon




Mittwoch, 13. Februar 2013

Gebet zum Rücktritt

http://www.d-pro-papa.de/

Herr Jesus Christus,

wir beten für unseren Papst Benedikt XVI., der in einem ungewöhnlichen Schritt seinen Rücktritt erklärt hat. Wir danken Dir für den aufopferungsvollen Dienst dieses bescheidenen und klugen Arbeiters im Weinberg des Herrn. Wir bitten Dich um Deinen Beistand für seine letzten Tage im Pontifikat und für die darauf folgende, zurückgezogene Zeit.

Gütiger Gott, wir wollen nicht nur für Benedikt XVI., sondern auch für die ganze Kirche beten. Wir wollen die Heilige Kirche der Sorge des höchsten Hirten, unseres Herrn Jesus Christus, anempfehlen. Wir bitten seine heilige Mutter Maria, damit sie den Kardinälen bei der Wahl des neuen Papstes mit ihrer mütterlichen Güte und Weitsicht beistehe. Herr, sende Deinen Heiligen Geist!

Amen

Gefunden bei katholisch.de

Dienstag, 12. Februar 2013

Danke, Benedikt XVI.

Bildquelle: Radio Vatikan Blog

Pater Bernd Hagenkord, der Leiter des deutschen Programms von Radio Vatikan, schreibt heute in seinem Blog unter anderem:

"Was Benedikt XVI. tut, liegt ganz auf seiner Linie. Er denkt, reflektiert, betet und entscheidet, nicht nach medialer Aufgeregtheit, nicht nach Aktualität, sondern so, wie er es für richtig erachtet. Wo gibt es das im öffentlichen Leben heute noch? Und dieser Mann sieht nun, dass sein Körper nicht mehr das kann, was er für unabdingbar erachtet für das Amt und zieht sich zurück. Das hat menschliche und geistliche Größe.
Er selber sagt, dass er nicht so wichtig ist und dass das Amt mehr zählt. Um so wichtiger ist diese Botschaft für uns."

Sonntag, 13. Januar 2013

Überlegungen in der Vorbereitungsphase des neuen GOTTESLOB

Für die Vorbereitung auf das neue Gotteslob (vgl. Posting vom 21.12.12) und die sich über mehrere Jahre erstreckende Begleitung seiner Einführung ist ein umfangreiches Programm vorgesehen: es soll zum Auftakt in allen Dekanaten ein Offenes Singen zum ersten Kennenlernen des neuen Gesangbuchs angeboten werden.
Weiterhin wird es ab 2014 in den Regionen der Bistümer in regelmäßigen Abständen sog. „Liedertankstellen“ geben: Ein niederschwelliges Angebot offenen Singens mit dem neuen Gotteslob.
Zu denken wäre dazu auch an eine Mitwirkung von Sendern wie Radio Horeb, die geeignete Sendungen in ihren Programmen vorsehen könnten.

Es wird regionale Veranstaltungen für diejenigen geben, die bereit sind, in den Gemeinden bei der Vorstellung und Einführung neuer Lieder mitzumachen („Liedcoaching“). Diese Menschen werden eine zentrale Rolle bei der Einführung des neuen Gotteslobs spielen.
Wie leicht denkbar, wird es eine der wichtigsten Aufgaben sein, solche Menschen zu finden, die bereit sind, neue Lieder und andere Gesänge den Gemeinden vorzustellen und sie einzuführen. Das können natürlich Chorleiter/innen und Kantoren/innen sein, aber z. B. auch Gemeindereferenten/innen, Chor-sänger/innen und andere Personen (oder auch kleine Gruppen), die sicher singen können. Deren Schulung wird im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Gotteslobs eine der wichtigsten Aufgaben sein. Solche Menschen zu finden ist vor allem auch dort wichtig, wo es keinen Chor, Schola oder Kantoren gibt.

Vielleicht kann das neue Gotteslob ja Anlass sein, diese wichtigen musikalischen Dienste neu oder wieder zu entdecken?

Dienstag, 1. Januar 2013

Gottes Segen im Neuen Jahr


Gott, der Herr, segne und beschütze euch in diesem neuen Jahr.

Botschaft von Benedikt XVI. auf Twitter