Mittwoch, 24. Juli 2013

Weltjugendtags-Hymne Rio 2013

Heute habe ich einmal verschiedene Versionen der Weltjugendtagshyme "Esperança do Amanhecer" herausgesucht



Hier im Samba-Rhythmus


Englische Version


Französisch


Polnisch


Es gibt sogar eine arabische Version



Hier geht es zum Radio Horeb WJT-Tagebuch aus Rio

Mittwoch, 17. Juli 2013

Andacht aus dem Allgäu

Im aktuellen Programmblatt von Radio Horeb (Ausgabe August) schreibt Pfarrer Richard Kocher:

In der Ausgabe 2/2013 der Zeitschrift Alps ist der lesenswerte Artikel „Andacht aus dem Allgäu“ erschienen. Sie finden ihn auch auf unserer Homepage in der Rubrik Andere über uns – Pressestimmen 2013. Herr Rotter, der diesen Artikel verfasst hat, hat auch ein Interview mit mir geführt, das aus Platzgründen nicht veröffentlicht wurde. Weil es Wichtiges enthält, möchte ich es Ihnen nicht vorenthalten.

Bildquelle: Radio Horeb

Herr Pfarrer Kocher, die bekannten Privatsender erscheinen immer austauschbarer und langweiliger. Was machen Sie anders?
Richard Kocher: Unsere Stärke ist Authentizität, dass wir ehrlich rüberkommen und die Zuhörer merken, dass wir es ernst mit ihnen meinen. Das tun manche Privatradios nicht mehr: Die Moderatoren in der Morgenshow sind immer „echt richtig gut drauf“ und alles ist so „super, supertoll“. Ich kann dieses Getue nicht mehr hören; es kommt bei mir als einstudiert rüber, als nicht authentisch.
Radio ist ein klassisches Nebenbei-Medium. Gilt das auch für Ihr Radio?
Gewiss nicht. Unsere Sendungen haben ein sehr hohes Niveau, und wir fordern einiges an Konzentration. Der durchschnittliche Hörer ist bei uns fast zwei Stunden dabei, bei anderen Radios oft nur wenige Minuten. Unsere Hörerbindung ist enorm.
Das sagen viele Sender von sich.
Wir können es belegen: Neulich erst rief mich ein Hörer an: „Wissen Sie, Herr Pfarrer, das erste Mal, als ich Ihr Radio angestellt hab, war am 17. Mai um 18 Uhr.“ Wie bei einer Love Story, da weiß man auch, wann man den Partner zum ersten Mal gesehen hat. Gibt es das bei anderen Sendern? Mir erzählen Hörer immer wieder, dass sie nichts anderes mehr hören wollen als Radio Horeb.
Passt ein Medium, dem man so viel Aufmerksamkeit schenken muss, in unsere Zeit?
Ja und nein. Der Medienkonsum wird immer schneller, immer fragmentierter, keine Frage.
Aber zugleich erlebe ich, dass mehr Menschen Orientierung und Verlässlichkeit suchen – gerade in unseren wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Da rührt das Evangelium schon an ein Kernproblem der Gesellschaft – denn Christus sagt: „Der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt“ (Lk 12,15). 80 bis 90 Prozent sehen das heute anders.
Was hat das mit Radio Horeb zu tun?
Wenn man sieht, wie die Finanzmärkte Achterbahn fahren, dann merkt man, dass der Mann aus Nazareth auch nach 2000 Jahren noch etwas zu sagen hat. Die Botschaft wollen wir vermitteln.
Glauben Sie, dass die Finanzkrisen Radio Horeb geholfen haben?
Das kann gut sein. Denn viele Menschen haben erkannt, dass es auf andere Dinge ankommt. Der Glaube hat in den letzten, wechselvollen Jahren wieder an Bedeutung gewonnen – vielleicht haben wir einen kleinen Teil dazu beigetragen.
Ihr Erfolg widerspricht der rückläufigen Zahl der Gläubigen in der Kirche ...
Leider, leider profitiert unser Radio sogar von der schwierigen Situation der Kirche. Ein Hörer hat mir neulich erzählt, er müsse inzwischen 25 Kilometer fahren, um eine Heilige Messe zu hören, weil auf dem Land immer weniger Gottesdienste gehalten würden. Daher schaltet er unsere Radio-Gottesdienste ein. Andere Menschen genieren sich heute, sich als gläubig zu zeigen. Bei uns schalten sie schnell ein und aus – und keiner sieht es.
Herr Kocher, Sie machen Radio für Hörer aus aller Welt – wieso ausgerechnet aus Balderschwang?
Uns haben schon viele geraten, wegzuziehen, in die Stadt, am besten in ein Studio über einem Hauptbahnhof, wo das Leben pulsiert. Aber mir ist klar geworden, dass die Stille und die Unaufgeregtheit wichtig sind für uns. Unser Programm gewinnt dadurch an Besinnlichkeit.
Inspirieren Sie die Berge?
Sie helfen mir, mich zu erholen. Ich habe mir schon häufiger mal nachmittags frei genommen, wenn ich Stress hatte, und bin auf einen der Gipfel hier gestiegen. Dann ist die Welt wieder in Ordnung.
Ihr Lieblingsberg?
Das ist die Tour auf den Hochgrat über die Spicherhalder Alpe – von oben sieht man auf unser Tal und im Norden bis ins Konstanzer Tal.
 

Von Herzen wünsche ich Ihnen eine gesegnete Zeit und einen guten Urlaub!
Vergelt’s Gott für Ihr Gebet und Ihre Verbundenheit.
Ihr
Pfarrer Richard Kocher
(Programmdirektor)


Artikel „Andacht aus dem Allgäu“ (pdf-Format)