Mittwoch, 19. Oktober 2016

Die Rosenkranzrevolution in Manila

Eine Betrachtung zum Rosenkranz von Pfr. Dr. Richard Kocher, Programmdirektor von Radio Horeb

Im Februar 1986 fand in Manila, der Hauptstadt der Philippinen, eine unblutige Revolution statt, die als Rosenkranzrevolution in die Geschichte eingegangen ist. Der Diktator Ferdinand Marcos löste das Parlament auf und viele Menschen, die sich gegen die Unterdrückung wehrten und den Gehorsam verweigerten, wurden inhaftiert.

Sie baten Kardinal Jaime Lachica Sin, den Erzbischof von Manila, um Hilfe, der nach einem langen Gebet in seiner Kapelle über den katholischen Rundfunk alle Menschen auf die Straße rief, um ihre Freiheit und ihre Freunde zu verteidigen. In wenigen Stunden versammelten sich dort über zwei Millionen Menschen mit Rosenkränzen in den Händen.

Nach vier Tagen zogen Panzer auf, die auf die Menschenmenge losfuhren. Die Demonstranten fielen auf die Knie, die Gesichter auf die kommenden Panzer gerichtet. Sie hoben ihre Rosenkränze hoch und fingen an zu beten. Nach einer Weile begannen auch die Soldaten zu beten. Die Tanks hielten vor den betenden Menschen an.
Nun wurde der Befehl gegeben, die Leute mit Tränengas wegzujagen. Spezialisten, die dies vorbereiteten, verließen jedoch bald ihre Plätze, denn unversehens änderte sich die Richtung des Windes und das Gas strömte in ihre Richtung.

Das Rosenkranzgebet besiegte so die Macht des Diktators.

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